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Ein Ereignisreiches Wochenende liegt hinter der Mannschaft der FF Hoheneich. Landesfeuerwehrleistungsbewerbe in Traisen, eine stundenlange, schwierige LKW Bergung, ein Brandeinsatz in Gmünd und ein Brandeinsatz in Waldenstein sollten die Mannschaft auf Trapp halten.

Freitag, 28.06. um 13:00 Uhr: Abfahrt zu den Landesfeuerwehrleistungsbewerben in Traisen. 12 Personen machen sich bei hochsommerlichen Temperaturen (und teilweise ohne Klimaanlage) auf den Weg um die heurige Bewerbssaison abzuschließen.
14:33 Uhr: Der erste Anruf bei Kommandanten Dominik Krenn von Bürgermeister Christian Grümeyer. Er informiert, dass auf der Bundesstraße B41 ein LKW scheinbar einen Reifenplatzer hatte und den Verkehr behindert.
14:35 Uhr: Die Alarmierung der Landeswarnzentrale in Tulln zu einer LKW Bergung gelangt ein. Als Zusatzinfo ist vermerkt, dass Treibstoff austritt. Innerhalb weniger Minuten machen sich acht Kameraden auf den Weg zum Einsatzort. Das Bild das sich ihnen dort bot ließ bereits auf einen längeren, schweißtreibenden Einsatz schließen. Ein Sattelschlepper, beladen mit rund 20 Tonnen losem Harnstoffdünger touchierte die Verkehrsleitschiene, und schlitterte diese rund 50 Meter entlang. Dabei beschädigte er nicht nur die Leitschiene, ein Brückengeländer und das Bankette sondern riss sich auch seinen Dieseltank sowie den AdBlue-Tank auf und verlor eine Achse des Anhängers. An der Zugmaschine entstand im rechten vorderen Bereich ein massiver Schaden. Zum Schluss blieb der LKW Zug bewegungsunfähig im Bankette liegen. Nach kurzer Absprache mit dem tschechischen Lenker der glücklicherweise mit dem Schrecken davon kam und dem Bezirkshauptmann, wurden die Schadstoffgruppe des Bezirkes sowie der 49-Tonnen Kran der Feuerwehr Krems alarmiert. Bis zum Eintreffen der nachgeforderten Kräfte begannen die Floriani mit dem Auffangen des auslaufenden Treibstoffs und dem Absichern der Unfallstelle. Die Temperatur an der Einsatzstelle lag zu diesem Zeitpunkt weit über 30°C.
18:30 Uhr: Die Wettkampfgruppe erreicht die Bewerbsziele in Bronze und Silber. Der Einsatz auf der Bundesstraße dauert an. Gemeinsam mit der Schadstoffgruppe konnten die auslaufenden Betriebsmittel aufgefangen und umgepumpt werden. KRAN-Krems trifft ebenfalls bei der Einsatzstelle ein und beginnt mit den Vorbereitungen für eine Bergung des LKW. Als bereits alle Vorkehrungen getroffen waren, trifft ein Bergungsunternehmen aus Tschechien ein, mit der Info, dass der Spediteur den Auftrag zur Bergung an die Firma gegeben hatte. Nach Rücksprache mit dem Lenker und dessen Chef muss KRAN-Krems den Einsatz abbrechen und unverrichteter Dinge den Heimweg antreten. Da das Bergeunternehmen jedoch den beladenen LKW nicht bergen konnte, wird die FF Weitra Stadt mit dem Unimog und einer Verladeschaufel nachalarmiert. In mühevoller Kleinstarbeit, teilweise unter Einsatz von Aktivkohlefiltern wird die Ladung stundenlang umgeladen.
19:14 Uhr: Noch während des Einsatzes auf der B41 wird die Freiwillige Feuerwehr Hoheneich zu einem Brandeinsatz nach Gmünd gerufen. In der Lagerstraße ereignete sich ein Garagenbrand. Nach Rücksprache mit dem örtlichen Einsatzleiter über Funk wurde vereinbart, dass die FF Hoheneich bei ihrem eigenen Einsatz bleibt.
22:45 Uhr: Einsatzende. Die Ladung wurde erfolgreich umgeladen und das Bergeunternehmen konnte LKW Zugmaschine samt Sattelaufleger abschleppen. Während des Einsatzes war die Bundesstraße zeitweiße vollständig gesperrt. Eine Umleitung durch das Ortsgebiet von Hoheneich wurde eingerichtet was zu massiven Behinderungen führte. Neben den Einsatzkräften der Feuerwehren aus Hoheneich, Gmünd, Weitra und Krems, der Schadstoffgruppe und der Polizei war außerdem die Straßenmeisterei Schrems für das Abtragen des kontaminierten Erdreichs, ein Entsorgungsfachbetrieb, ein privates Abschleppunternehmen und die Bezirkshauptmannschaft vor Ort. Mit dem Bezirkshauptmann sowie dem BFKDO Gmünd wurde regelmäßig telefonisch Kontakt gehalten.
Samstag, 29.06. um 19:28 Uhr: In Waldenstein gerät ein Komposthaufen in Brand, die Alarmstufe B2 wird seitens der LWZ alarmiert. Damit wird auch die Freiwillige Feuerwehr Hoheneich disponiert. Die ersteintreffende Feuerwehr Waldenstein kann den Brand jedoch innerhalb weniger Minuten löschen was einen Einsatz der anderen Feuerwehren nicht mehr notwendig machte.

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